Evolution und der Zauber der Wirklichkeit 24

Frühstücksrunde am Sonntagvormittag

Am Sonntag, den 27. September 2020 um 09:00 Uhr im Naturfreundehaus Mörfelden-Walldorf Gastraum im Parterre.

Wir lesen Siegmund Freud: „Die Zukunft einer Illusion“ im Rahmen des Themas: Evolution und der Zauber der Wirklichkeit.

Zitate aus Albert Einstein: Über den Frieden“.

 

Die Aufforderung an einem „Weltkongress für Weltfrieden durch Religion“ teilzunehmen, lehnte er am 23. Mai 1930 ab; er benützte die Gelegenheit jedoch zu einem drastischen Kommentar:

„Leider ist es mir unmöglich, an dem Kongress teilzunehmen, so sehr mir die Erfassung der religiösen Organisationen für die Ziele der Friedensbestrebungen am Herzen liegt … Wenn ich die mir zugedachte Rede gehalten hätte, so hätte ich gesagt, dass die Priester im Laufe der Geschichte unendlich viel Streit und Krieg über die Menschheit gebracht und deshalb eine große Schuld abzutragen hätten. Sie haben sich den organisierten Mächten des Hasses nur selten gegenübergestellt, sind meist ihre Knechte gewesen. Ich würde sie nicht bitten, sondern auf den Weg ihrer Menschenpflicht hinweisen…“ (S. 122)

Einem Korrespondenten in Maine (USA) antwortete Einstein am 30. September 1931: „Die Theorie, dass Kriege ausschließlich oder in der Hauptsache von Kapitalisten gemacht werden, halte ich nicht für richtig. Ich halte das Problem der Beseitigung der schweren wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten für noch wichtiger als das pazifistische Problem. Ich bin aber überzeugt, dass wir die Lösung des letzteren nicht von der Lösung des ersteren abhängig machen dürfen, da bereits die heutigen Verhältnisse für die Schaffung einer Organisation reif sind, durch welche die Kriege abgeschafft werden.

Ich bin überzeugt, dass die Militär- und Kriegsdienstverweigerung ein Mittel ist, um die Staaten zum eingehen von Verpflichtungen für die gemeinsame Durchführung internationaler Schiedssprüche geneigt zu machen.“ (S. 164)

Der Höhepunkt der Beziehungen zwischen Einstein und Freud war der von Einstein veranlasste, öffentliche Gedankenaustausch der beiden Männer über Ursachen und Verhütung der Kriege. Er fand im Sommer 1932 unter den Auspizien des Internationalen Instituts für intellektuelle Zusammenarbeit statt.

Einsteins öffentliche Erklärung (30. Juli1932) war von einem kurzen Privatbrief desselben Datums begleitet: „Ich möchte diese Gelegenheit dazu benutzen, um Ihnen privatim herzliche Grüße zu senden und Ihnen zu danken für so manche schöne Stunde, die ich der Lektüre Ihrer Werke verdanke. Es ist für mich immer so amüsant zu beobachten, dass auch die Menschen, welche sich Ihren Lehren gegenüber als „Ungläubige“ betrachten, Ihren Ideen so wenig Widerstand entgegenzusetzen vermögen, dass sie in Ihren Begriffen zudenken und zu reden pflegen, wenn sie sich – gehen lassen.“ (S. 204)

Albert Einstein: Über den Frieden“. Copyright Albert Einstein Archives, Hebrew University of Jerusalem, Israel. Copyright 2004 Abraham Melzer Verlag, Neu-Isenburg; Sonderausgabe für Parkland Verlag Köln 2004. Herausgegeben von Otto Nathan und Heinz Norden. Vorwort von Bertrand Russell New York März 1975. Seitenangaben siehe bei den Zitaten.

HINWEIS:

Für die Einladung zur Stadt- und Museumsführung Hauptfriedhof der Stadt Frankfurt am Main am Dienstag, den 22. 09. 2020 Beginn 14:00 Uhr vor Ort, bitte ich um schriftliche (E-Mail) oder telefonische Zusage, da wir die Teilnehmerzahl begrenzen müssen. Die Führung wird geleitet von Hannes Pflügner (Historiker M. A.) Museums und Gästeführer Frankfurt M. / Rhein-Main.

Frankfurter Hauptfriedhof

Sieben, siebzig, siebzigtausend. Das sind die wesentlichen Zahlen des Frankfurter Hauptfriedhofs. Sieben Hektar umfasste das Gelände bei seiner Eröffnung 1828, siebzig Hektar sind es heute und siebzigtausend Grabstätten liegen heute dort. Die Geschichte der Stadt spiegelt sich auch in ihren Friedhöfen. Viele Prominente liegen hier begraben, vom Weltberühmten Philosophen Arthur Schopenhauer bis zum Erfinder des Struwwelpeter Dr. Heinrich Hoffmann. Sie lebten und wirkten in der Stadt und fanden ihre letzte Ruhe hier. Aber auch die wechselhafte Bestattungskultur lässt sich an den verschiedenen Arealen des Hauptfriedhofs ablesen. Vom Garten der Erinnerung zum Großstadtverwaltungsraum zeugt der Friedhof von Ängsten und Hoffnungen der Menschen, von Nüchternheit zur Opulenz. Ein einmaliger Raum der Stille und Geschichte mitten im rauschenden Großstadttrubel.

 

Einblicke in die Thematik vermitteln und die Diskussionsreihe leiten wird Ernst Knöß[1]. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Eingeladen sind alle Menschen guten Willens, die einen anregenden Sonntagmorgen genießen wollen.

Auskünfte zum Thema und zur Veranstaltung erteilt: Ernst Knöß, Schubertstraße 9, 64546 Mörfelden-Walldorf. Tel.: 06105-26578, E-mail: ernst.knoess@googlemail.com; Besuchen Sie auch unsere Webseite: www.naturfreunde-moerfelden-walldorf.de


[1] Ernst Knöß (Diplomvolkswirt) geb. 1950 studierte Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Schwerpunkt Philosophie). Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Außerdem Studien in Kernchemie (TU-Darmstadt) und der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main.

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