Der Zauberer von Oz 8

Der Zauberer von Oz

Am Sonntag, den 15. März 2015 um 10:00 Uhr im Naturfreundehaus Mörfelden-Walldorf
Seminarraum 1. Etage

"Wright Patman wurde erstmals 1928 in den Kongress gewählt und anschließend 24 mal wiedergewählt. Von 1963 bis 1975 war er Vorsitzender des Finanzausschusses im Repräsentantenhaus und bis zu seinem Tod 1976 Kongressabgeordneter. ... Als Vorsitzender des Finanzausschusses im Repräsentantenhaus übersetzte Patman den offiziellen Jargon der Federal Reserve (Fed), weil er enthüllen wollte, was wirklich vor sich ging. Nach einer genauen Untersuchung der Fed erhob er folgenden Vorwurf:

Der Offenmarktausschuss des Fed Systems ... hat die Macht, das gedruckte Geld der Vereinigten Staaten zu bekommen, und er bekommt es auch - Fed Banknoten -, und zwar von der Bundesdruckerei. Diese gedruckten Banknoten, die natürlich nicht verzinslich sind, tauscht die Fed gegen Schuldobligationen der Regierung der Vereinigten Staaten ein, die natürlich verzinslich sind. Nach diesem Tausch verbleiben die verzinslichen Obligationen bei den zwölf Fed Banken... Das System gibt diese Gelder aus, ohne dem Kongress angemessen Rechenschaft zu geben.

Der Offenmarktausschuss war die 1934 gegründete Gruppe, die für 'Operationen auf dem freien Markt' sowie für Käufe und Verkäufe von Regierungspapieren (Banknoten, Anleihen und Noten, mit denen sich die Regierung Geld borgt) durch die Fed verantwortlich war. Damals wie heute erhielt der Offenmarktausschuss die Fed Banknoten von der Bundesdruckerei, im Wesentlichen gegen Deckung der Druckkosten. Die durchschnittlichen Druckkosten betragen heute etwa 4 Cent pro Banknote. Dann werden diese Dollar-Noten - wie bei geschickten Kartenzinkern - gegen eine entsprechende Menge so genannter Schatzpapiere umgetauscht. Im Fed Jargon heißt dieser Vorgang, bei dem Schatzpapiere (ohne Schulden) des Finanzministeriums in 'Geld' (Federal Reserve Notes) umgewandelt werden, 'Monetisierung' der Schulden. Die Regierung schuldet dieses Geld der Fed, obwohl die Fed dafür nur bedrucktes Papier geliefert hat. In einer aufschlussreichen Abhandlung mit dem Titel A Primer on Money (zu deutsch: Elementarbuch über Geld) kam Patman zu dem Schluss:

Die Fed ist ein höchst einträglicher maschineller Geldmacher. Sie kann Geld oder Schecks in Umlauf bringen. Sie hat nie Probleme mit der Deckung ihrer Schecks, denn sie kann die nötige Menge an 5 $- oder 10 $-Noten zur Deckung der Schecks bekommen, indem sie einfach die Bundesdruckerei des Finanzministeriums bittet, diese Scheine zu drucken."

Ellen Hodgson Brown: "Der Dollar Crash"; Kopp Verlag Rottenburg 2008. S. 200, 201-202.

 

Einblicke in die Thematik vermitteln und die Diskussionsreihe leiten wird Ernst Knöß[1]. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Eingeladen sind alle Menschen guten Willens, die einen anregenden Sonntagmorgen genießen wollen.

Auskünfte zum Thema und zur Veranstaltung erteilt: Ernst Knöß, Schubertstraße 9, 64546 Mörfelden-Walldorf. Tel.: 06105-26578, E-mail: ernst.knoess@googlemail.com; Besuchen Sie auch unsere Webseite: www.naturfreunde-moerfelden-walldorf.de  

 


[1] Ernst Knöß (Diplomvolkswirt) geb. 1950 studierte Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Schwerpunkt Philosophie). Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Außerdem Studien in Kernchemie (TU-Darmstadt) und der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main.

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