Der Zauberer von Oz 4

Der Zauberer von Oz

Am Sonntag, den 16. November 2014 um 10:00 Uhr im Naturfreundehaus Mörfelden.

Seminarraum 1. Etage

"Dem Blechholzfäller das Rückrat brechen: Amerikas Arbeiter werden verschuldet wie Sklaven."

"Ich schaffte fleißiger denn je; aber ich ahnte nicht, wie grausam meine Feindin war. Sie verwünschte die Axt wieder und diesmal fuhr sie mir mitten durch den Leib."

- Aus.: Der Wunderbare Zauberer von Oz. Hilfe für den Blechholzfäller - .

Wucherkredite aus Phantomgeld.: Dass ein Kreditgeber jeden Zinssatz, den der Markt hergibt, verlangen darf, scheint dadurch gerechtfertigt, dass angeblich der Zeitwert des Geldes berücksichtigt wird. Kreditgeber dürfen angeblich diese Gebühren erheben, weil sie als Gegenleistung dafür eine gewisse Zeit auf den Gebrauch ihres Geldes verzichten. Das Argument wäre vielleicht angemessen, wenn die Verleiher tatsächlich ihr eigens Geld verliehen. Aber bei den Schulden von Kreditkartenunternehmen und anderen Geschäftsbanken ist das nicht der Fall. Sie verleihen noch nicht einmal das Geld ihrer Anleger. Sie verleihen lediglich den eigenen Kredit des Kreditnehmers. Das ist bekannt, weil die Chicago Fed in Modern Money Mechanics schreibt.:

" Natürlich geben Banken keine Kredite mit dem Geld das sie als Einlagen akzeptieren. Denn wenn sie das täten, würde kein zusätzliches Geld geschöpft. Wenn Banken Kredite ausgeben, dann akzeptieren sie Schuldverschreibungen im Austausch gegen Kredite, die auf den Girokonten der Kreditnehmer gutgeschrieben werden. Kredite (Aktiva) und Einlagen (Passiva) steigen beide (in gleichem Ausmaß)."

Und so funktioniert das Kreditkartenschema: Wenn man als Käufer einen Kreditkartenabschnitt unterschreibt, schafft man ein "übertragbares Wertpapier". Ein übertragbares Wertpapier ist jedes Stück Papier, das unterzeichnet und in Geld konvertierbar ist oder als Geld benutzt werden kann. Der Einzelhändler nimmt dieses übertragbare Wertpapier in Empfang und zahlt es auf sein Geschäftskonto ein, das jeder Geschäftsmann der Kredite akzeptiert, unterhalten muss. Dieses Konto steigt um den auf dem Schein angegebenen Betrag, was beweist, dass der Händler bezahlt worden ist. Der Schein bzw. Abschnitt wird dann an das Kreditkartenunternehmen weiter gegeben (Visa-, Master-Card etc.), das die Forderungen bündelt und an eine Bank schickt. Die Bank schickt dem Käufer dann eine Zahlungsaufforderung, die dieser per Scheck (oder Überweisung) bezahlt, so dass dessen Konto bei seiner Bank belastet wird. Zu keinem Zeitpunkt hat die Bank ihr Geld oder das ihrer Anleger verliehen; sondern der Schein des Kunden (ein übertragbares Wertpapier) ist zum Anlagewert geworden, gegen den ein Kredit ausgegeben worden ist. Die Bank hat lediglich das Geld der Schuldverschreibung oder das Rückzahlungsversprechen des Kunden monetisiert.

Wenn Sie jemandem ihr eigens Geld leihen, dann sinkt ihr Guthaben um den gleichen Betrag, um den das Guthaben des Borgenden steigt. Wenn aber eine Bank an Sie Geld verleiht, dann steigt das Guthaben der Bank. Auch die Passivposten steigen, weil ihre Einlagen als Passiva gerechnet werden. Doch in Wirklichkeit ist das Geld gar nicht vorhanden. Es ist bloß ein Passivposten - etwas, das dem Anleger des Geldes geschuldet ist. Die Bank verwandelt Ihr Zahlungsversprechen zu einem Aktiv - und Passivposten gleichzeitig und gleicht ihre Bücher aus, ohne Ihnen irgendein vorher existierendes Geld zu übertragen.

Die Schuldenfallenspirale, die finanziell in Bedrängnis geratenen Menschen Wucherzinsen für etwas aufbürdet, das der Schuldner nie borgen musste, ist ein Schwindel gegenüber den Kreditnehmern. 2006 beliefen sich allein bei Kreditkarten die Profite der Kreditgeber für Zinsen und Säumnisgebühren auf 90 Milliarden Dollar. Im Kapitel 41 wird ein Plan vorgestellt, wie man den Nutzen des Kreditkartensystems beibehalten kann, ohne eine Klasse parasitärer, nutzloser Mittelsmänner zu finanzieren."

Ellen Hodgson Brown: "Der Dollar Crash" Kopp Verlag Rottenburg 2008 S. 339 bis 340.

Auskünfte zum Thema und zur Veranstaltung erteilt: Ernst Knöß, Schubertstraße 9, 64546 Mörfelden-Walldorf. Tel.: 06105-26578, E-mail: ernst.knoess@googlemail.com; Besuchen Sie auch unsere Webseite: www.naturfreunde-moerfelden-walldorf.de  


[1] Ernst Knöß (Diplomvolkswirt) geb. 1950 studierte Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Schwerpunkt Philosophie). Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Später Ausbildung zum Anlageberater und Tätigkeit in der privaten Wirtschaft. Heute zugelassen als selbstständiger Finanzdienstleister für alle Sparten bei der IHK-Darmstadt (Registernummer: D – LFXZ 5 X8DP – 83). Außerdem Studien in Kernchemie (frühere TH-Darmstadt heute TU) und der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main.

Diese Webseite verwendet Cookies, um ein optimales Nutzungserlebnis anzubieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.