Der Mythos vom Geld 6

Der Mythos vom Geld

Am Sonntag, den 11. Mai 2014 um 10:00 Uhr im Naturfreundehaus Mörfelden.
Seminarraum 1. Etage

Im Angesicht des Bösen

"Die meisten Menschen sind sich wohl darin einig: Wo Unrecht unter dem Deckmantel einer Wirtschaftstheorie geschieht, sollte es klar gebrandmarkt oder beseitigt werden. Manche Ökonomen werden darüber spotten, dass man sie als "böse" charakterisiert - ziehen sie doch nur Schlüsse aus ihren geliebten theoretischen Prämissen, die sie für wahr halten, und handeln sie doch nur als die guten Priester ihres geheiligten Gottes des freien Marktes.

Doch in Wirklichkeit dienen sie einer bösen Gottheit, und die Früchte ihrer Theorien werden immer bitterer. Das Erkennungszeichen dieser Ideologen ist ihre ständige Bereitschaft, die momentanen Vorteile der einfachen Leute zu opfern und ihnen stattdessen langfristig einen imaginären Himmel zu versprechen, der durch die Fürsprache ihres Gottes, den ich in Anspie-lung auf Smith' "unsichtbare Hand" "HAND, den Unsichtbaren" nenne, möglich wird.

Irgendwie gelingt es diesen Ökonomen mit ihren Theorien immer wieder, die momentanen Vorteile der wohlhabenden Plünderer zu bewahren, von denen sie übrigens auch hauptsächlich finanziert werden.

Die Gesellschaft ist derzeit so sehr in Schwierigkeiten, dass die Dogmen der "Ökono-Mythen" befolgt werden. Ihr Rezept? - Noch mehr "Unterordnung unter die Gesetze des freien Mark-tes": So schreiben sie in ihrer Version der Freihandelstheorie amerikanischen oder europäi-schen Arbeitern heute vor, dass diese mit unterbezahlten Arbeitern in Ländern mit minimalen Arbeitsrechten - also in Wirklichkeit in einer Form der Sklavenarbeit - konkurrieren müssen. Natürlich sind nicht alle Ökonomen böswillig. Viele von ihnen fürchten einfach nur um ihren Job. Aber es ist höchste Zeit, dass sich diejenigen unter ihnen, die klar denken können, endlich zu Wort melden."

Stephen Zarlenga "Der Mythos vom Geld", "Die Geschichte der Macht". Conzett - Oesch - Verlag Zürich 2008. S. 446.

 

Einblicke in die Thematik vermitteln und die Diskussionsreihe leiten wird Ernst Knöß[1]. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Eingeladen sind alle Menschen guten Willens, die einen anregenden Sonntagmorgen genießen wollen.

Auskünfte zum Thema und zur Veranstaltung erteilt: Ernst Knöß, Schubertstraße 9, 64546 Mörfelden-Walldorf. Tel.: 06105-26578, E-mail: ernst.knoess@googlemail.com


[1] Ernst Knöß (Diplomvolkswirt) geb. 1950 studierte Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Schwerpunkt Philosophie). Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Später Ausbildung zum Anlageberater und Tätigkeit in der privaten Wirtschaft. Heute zugelassen als selbstständiger Finanzdienstlei­ster für alle Sparten bei der IHK-Darmstadt (Registernummer: D – LFXZ 5 X8DP – 83). Außerdem Studien in Kernchemie (frühere TH-Darmstadt heute TU) und der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main.

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