Der Mythos vom Geld 5

Der Mythos vom Geld

Am Sonntag, den 30. März 2014 um 10:00 Uhr im Naturfreundehaus Mörfelden.
Seminarraum 1. Etage

"Als Vorsitzender des Finanzausschusses im Repräsentantenhaus übersetzte Patman den offiziellen Jargon der Fed, weil er enthüllen wollte, was wirklich vor sich ging. Nach einer genauen Untersuchung der Federal Reserve erhob er folgenden Vorwurf.: "Der Offenmarktausschuss des Federal Reserve Systems hat die Macht, das gedruckte Geld der Vereinigten Staaten zu bekommen, und er bekommt es auch, und zwar von der Bundesdruckerei. Diese gedruckten Banknoten, die natürlich nicht verzinslich sind, tauscht die Fed gegen Schuldobligationen der Regierung der Vereinigten Staaten ein, die natürlich verzinslich sind. Nach diesem Tausch verbleiben die verzinslichen Obligationen bei den zwölf Fed-Banken und die jährlichen Zinszahlungen auf diese Regierungsobligationen fließen in die zwölf Fed-Banken...Das System gibt diese Gelder aus, ohne dem Kongress angemessen Rechenschaft zu geben."

Der Offenmarktausschuss war die 1934 gegründete Gruppe, die für "Operationen auf dem freien Markt" sowie für Käufe und Verkäufe von Regierungspapieren (Banknoten, Anleihen und Noten, mit denen sich die Regierung Geld borgt) durch die Fed verantwortlich war. Damals wie heute erhielt der Offenmarktausschuss die Fed-Banknoten von der Bundesdruckerei, im Wesentlichen gegen Deckung der Druckkosten. Die durchschnittlichen Druckkosten betragen heute etwa 4 Cent pro Banknote. Dann werden diese Dollarnoten - wie bei geschickten Kartenzinkern - gegen eine entsprechende Menge so genannter Schatzpapiere umgetauscht. Im Fed-Jargon heißt dieser Vorgang, bei dem Schatzpapiere (oder Schulden) des Finanzministeriums in "Geld" (Federal Reserve Notes) umgewandelt werden, "Monetisierung" der Schulden. Die Regierung schuldet dieses Geld der Fed, obwohl die Fed dafür nur bedrucktes Papier geliefert hat. In einer aufschlussreichen Abhandlung mit dem Titel "A Primer on Money" (zu Deutsch: Elementarbuch über Geld) kam Patmann zu dem Schluß: "Die Federal Reserve ist ein höchst einträglicher maschineller Geldmacher. Sie kann Geld oder Schecks in Umlauf bringen. Sie hat nie Probleme mit der Deckung ihrer Schecks, denn sie kann die nötige Menge an 5 $ oder 10 $ Noten zur Deckung der Schecks bekommen, indem sie einfach die Bundesdruckerei des Finanzministeriums bittet, diese Scheine zu drucken."

Der Ökonom John Kenneth Galbraith sollte später kommentieren.: "Der Prozess mit dem die Banken Geld schöpfen, ist so simpel, dass man es gar nicht glauben möchte."

 

Ellen Hodgson Brown, "Der Dollar-Crash", Kopp Verlag Rottenburg 2008, S. 201 und 202.

 

Einblicke in die Thematik vermitteln und die Diskussionsreihe leiten wird Ernst Knöß[1]. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Eingeladen sind alle Menschen guten Willens, die einen anregenden Sonntagmorgen genießen wollen.

Auskünfte zum Thema und zur Veranstaltung erteilt: Ernst Knöß, Schubertstraße 9, 64546 Mörfelden-Walldorf. Tel.: 06105-26578, E-mail: ernst.knoess@googlemail.com


[1] Ernst Knöß (Diplomvolkswirt) geb. 1950 studierte Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Schwerpunkt Philosophie). Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Später Ausbildung zum Anlageberater und Tätigkeit in der privaten Wirtschaft. Heute zugelassen als selbstständiger Finanzdienstlei­ster für alle Sparten bei der IHK-Darmstadt (Registernummer: D – LFXZ 5 X8DP – 83). Außerdem Studien in Kernchemie (frühere TH-Darmstadt heute TU) und der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main.

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