Der Mythos vom Geld 1

Der Mythos vom Geld

Am Sonntag, den 1. Dezember 2013 um 10:00 Uhr im Naturfreundehaus Mörfelden,
Seminarraum 1. Etage

"Die Bankiers werden die Verabschiedung von Gesetzen propagieren, durch die ihre Macht gestärkt wird. Sie werden nie aufhören, mehr zu wollen, solange es noch mehr gibt, das den hart arbeitenden Massen des amerikanischen Volkes abgepresst werden kann."

Peter Cooper an Ulysses Grant, 1. Juni 1877.

"Im Idealfall sollte die Geldumlaufmenge einer Gesellschaft mit wachsender Bevölkerung und wachsendem Handel erhöht werden, wobei der Wert einer Währungseinheit ziemlich stabil bleiben oder jedes Jahr gering zurückgehen soll.

Kontrollieren Privatleute ein Währungssystem, werden sie dieses Optimum kaum anstreben wollen. In der Regel wird die Geldmenge zunächst in einem so großen Ausmaß erhöht, woraus ein beträchtlicher Wertverlust der Währung ("Inflation" oder - treffender - "Abwertung" der Währung) resultiert. Durch diese Entwicklung wird die Nation zum Schuldner derer, die die Geldmacht innehaben. Das neu geschöpfte Geld wird nämlich hauptsächlich für die Produktion von Gütern verwendet, die in Kriegszeiten vernichtet wurden, und nicht etwa in produktivitätssteigernde Maschinen oder in die Infrastruktur der Gesellschaft investiert.

Denn, wenn allen klar geworden ist, dass der Währung auf diese Art geschadet wird, wird (immer bei privater Kontrolle des Geldsystems) die Geldmenge als Gegenreaktion häufig extrem verknappt, wodurch der Wert einer Währungseinheit steigt und Staat und Privatleuten die Rückzahlung der aufgelaufenen Schulden erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird. Dieser Prozess hat dramatische Konsequenzen, da Reichtum und Macht von der Gesellschaft als Ganzes auf deren reichste Elemente verlagert werden - auf die Bankiers und andere Gläubiger.

Vergleicht man die Folgen dieser beiden Phänomene, so ist Deflation das bei weitem gefährlichere "Spiel" dieser Bankiers, da sie auf direktem und indirektem Weg schwerwiegende Probleme in allen Bereichen des Lebens verursacht. So wird zum Beispiel eine große Zahl von Arbeitskräften arbeitslos. Der Verlust von Milliarden produktiver Arbeitsstunden kann ebensowenig ausgeglichen werden wie der Schaden, der den Arbeitslosen und ihren Familien aus dieser Entwicklung erwächst."

Stephen Zarlenga "Der Mythos vom Geld" Conzett/Oesch Verlag Zürich 2008, S. 354-355.

Einblicke in die Thematik vermitteln und die Diskussionsreihe leiten wird Ernst Knöß[1]. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Eingeladen sind alle Menschen guten Willens, die einen anregenden Sonntagmorgen genießen wollen.

Auskünfte zum Thema und zur Veranstaltung erteilt: Ernst Knöß, Schubertstraße 9, 64546 Mörfelden-Walldorf. Tel.: 06105-26578, E-mail: ernst.knoess@googlemail.com


[1] Ernst Knöß (Diplomvolkswirt) geb. 1950 studierte Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Schwerpunkt Philosophie). Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Später Ausbildung zum Anlageberater und Tätigkeit in der privaten Wirtschaft. Heute zugelassen als selbstständiger Finanzdienstleister für alle Sparten bei der IHK-Darmstadt (Registernummer: D – LFXZ 5 X8DP – 83). Außerdem Studien in Kernchemie (frühere TH-Darmstadt heute TU) und der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main.

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