Unser Haus

Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,

nach der Phase der Neugestaltung des Naturfreundehauses, seines Umbaus und der teilweise dringend notwendigen Sanierung, können wir stolz sein und uns freuen, wenn wir unser wunderschön gestaltetes Haus betreten. Schon die Zufahrt und der Biergarten sehen sauber aus und wurden, trotz extrem regnerischem Wetter nach der Eröffnung, im April, Mai und Juni (überall war Hochwasser angesagt), gut besucht. Als Ausgleich folgte der Juli: ein richtiger Biergartenmonat. Das neue Ambiente hat uns und unseren Gästen richtig Spaß gemacht. Küche, Gastraum und Kolleg sind neuwertig saniert und attraktiv gestaltet. Die Infrastruktur unseres Hauses wurde in weiten Bereichen wesentlich verbessert. Alle Kühlsysteme, Zu- und Abwasserleitungen, Elektroinstallation, Küche, Theke. Die Heizung hatten wir erst vor wenigen Jahren erneuert.

Der gesamte Übernachtungstrakt ist neu gestaltet und frisch renoviert. Zimmer, Sanitär, Beleuchtung, Inventar ...

Wenn man bedenkt, dass man beim betreten des Hauses noch vor einem Jahr nicht gegrüßt sondern vielmehr angegiftet wurde. Eintretend in den düsteren, ungepflegten Gastraum lungerten zwei drei Trinker an der Theke herum ... Im November, noch am Anfang der Sanierungsarbeiten, entdeckten wir die Zeitungsauslage des Hauses. Sie bestand aus der Bildzeitung und einem Mickymaus Heft. Hinter der Theke und in der Küche an die Wand gedrückt blieben diese Exemplare ohne weiteres Zutun kleben. Von selbst fielen sie nicht wieder ab ... Es ist kaum fassbar: Die dazugehörigen Zustände wollten einige Vereinsmitglieder erhalten, mitsamt dem, unter ihrer Ägide geschaffenen, für den Verein äußerst nachteiligen Pachtvertrag, gar verlängern. Und dann diese Geschichte mit dem Altenpflegeheim welches an Stelle des Naturfreundehauses entstehen sollte. Dafür wurden Plakate gedruckt und aufgehängt. In welchem Hirn das wohl entstanden sein mag? und wer hat alles dabei mitgeholfen diesen Stuss zu verbreiten ... ?

Diese Vorgänge schrumpfen zu Anekdoten in unserer Erinnerung. Sie scheinen vor langer Zeit geschehen und doch sind es erst ein paar Monate her. Wir geben sie weiter und können darüber schmunzeln. Die Zeit ist über die Reaktionäre hinweg geschritten ...

Heute betreten wir ein blitzsauberes Anwesen und vor allem ein glänzendes, besonders im Innern sehr gepflegtes Gebäude, Zimmer, Gastraum, Küche ... bitte kommen Sie vorbei, schauen Sie und lassen sich mit einem freundlichen Lächeln begrüßen. Genießen sie was die Küche bietet oder trinken sie einfach ein gepflegtes Bierchen ...

Neues Leben neuer Sinn sollen einkehren. Noch sind einige Sachen zu sanieren, besonders in der Peripherie des Gebäudes. Verein und Pächter müssen sich einspielen. Zusammenarbeit beginnen, Kulturprogramm aufbauen, Inhalte setzen, aktiv werden. Das wird einige Jahre dauern, denn die Zeit der inhaltlichen Leere war eine lange Periode in Mörfelden-Walldorf. Wer die erste Hälfte unserer Satzung umsetzen wollte, mit den Basisideen der als gemeinnützig anerkannten Tätigkeiten hatte es in der Vergangenheit extrem schwer. Ich denke wir haben die Voraussetzung geschaffen, einen weiteren Schritt zur Verwirklichung naturfreundlicher Ideen zu gehen. Tun muss das ein jeder von sich aus.

Übrigens: Es gibt auch noch den Campingplatz. Mit der neuen Saison in 2014 werden gewiss die Schwerpunkte zwischen Haus und Camping wieder gleichgesetzt. Viele haben es noch nicht gemerkt: Ganz still und leise haben wir schon einiges bewirkt. Duschen ist mittlerweile frei, neue Platzbelegungen sind im Gange, die Einnahmensituation hat sich wesentlich gebessert ohne nennenswerte Preissteigerung, die neue Wasserleitung auf Platz II ist installiert (einige Abschlussarbeiten stehen noch an). Somit sind wichtige Voraussetzungen für materielle Verbesserungen und inhaltlicher Neugestaltung in aller Stille geschaffen worden. Der Zeitrahmen wird hier sein wie im Haus.: Einige Jahre bestimmt. Eines ist sicher: Die Stimmung ist wesentlich freundlicher geworden.

Ich wünsche allen Mitgliedern viele schöne Stunden, einen wunderschönen Spätherbst und besucht uns mal im Naturfreundehaus, gerade in der Winterzeit, denn wir stehen noch ganz am Anfang der neuen Entwicklung und können jede Unterstützung gebrauchen, vor allem nette, aufgeschlossene Menschen mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen ...

Berg frei

Ernst Knöß