Albert Einstein 26

Frühstücksrunde am Sonntagvormittag

Am Sonntag, den 01. Oktober 2017 um 10:00 Uhr im Naturfreundehaus Mörfelden-Walldorf Seminarraum 1. Etage

„Albert Einstein, Leopold Infeld Die Evolution der Physik Einbandumschlag: Die Autoren: Der Physiker Albert Einstein (1879 – 1955) war eine der größten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine Relativitätstheorie veränderte nachhaltig die Grundlagen unseres naturwissenschaftlichen Weltbildes. 1921 wurde ihm der Nobelpreis für Physik verliehen und im Jahr 2000 wählte ihn das amerikanische Magazin ‚Times‘ zur Person des Jahrhunderts.

Leopold Infeld (1898 – 1968) war lange Jahre ein enger Mitarbeiter Einsteins und arbeitete mit ihm an der Universität von Princeton.

Sie wollten dem Leser einen Begriff geben von dem ewigen Ringen des schöpferischen Menschengeistes um ein tieferes Verständnis, schreiben Albert Einstein und Leopold Infeld im Vorwort zu ihrem einzigartigen Buch. Nach Erscheinen des englischen Originals 1938 war die Welt sich einig: Dieses Buch ist das vielleicht bedeutendste populärwissenschaftliche Werk der neueren Literatur. Einsteins Relativitätstheorie bildete im 20. Jahrhundert die Basis der naturwissenschaftlichen Forschung. Die Lebendigkeit und Verständlichkeit dieser an den Laien gewandten Darstellung ist bis heute bestechend.“

Ein Gleichnis

Man könnte sich einen Detektivroman vorstellen, eine Art Urbild dieser Literaturgattung, der alle Hauptindizien in so klarer Form enthält, dass der Leser gar nicht umhinkann, sich seine eigene Theorie über den geschilderten Kriminalfall zurechtzulegen. Verfolgt er bei der Lektüre eines solchen Buches den Ablauf der Handlung nur immer mit der nötigen Aufmerksamkeit, so findet er die vollständige Auflösung ganz allein, und zwar unmittelbar bevor sie der Autor selbst am Schluss des Buches preisgibt; und diese Auflösung enttäuscht nicht einmal, was man bei minderguten Kriminalgeschichten oft nicht sagen kann, ja, sie wird sogar gerade in dem Moment offenbar, wo er mit ihrem Erscheinen rechnet.

Können wir den Leser eines solchen Romans mit den Naturwissenschaftlern vergleichen, die nun schon durch Generationen und Generationen unablässig nach einer Deutung der Mysterien suchen, die im Buche der Natur beschlossen sind? Nun, der Vergleich hinkt eine wenig, und wir müssen ihn später fallenlassen, doch ist trotzdem etwas Wahres daran, ein Etwas, das sich vielleicht noch ausbauen und modifizieren lässt, bis es dem Bemühen der Wissenschaft um eine Aufklärung der Weltgeheimnisse gerecht wird.

Noch ist das große Rätsel ungelöst. Wir können nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass es eine letzte Lösung dafür gibt. Die Lektüre im Buch der Natur hat uns bereits viele gegeben, so etwa die Anfangsgründe der Sprache, in der die Natur sich uns mitteilt. Sie hat uns ferner in den Stand gesetzt, viele Fingerzeige richtig zu verstehen, und ist den Wissenschaftlern schließlich auf ihrem häufig dornenvollen Wege eine stete Quelle der Freude und Anregung gewesen. Wir sind uns darüber klar, dass wir ungeachtet all der Bände, die wir schon gelesen, deren Inhalt wir uns schon zu eigen gemacht haben, noch immer von einer letzten Lösung weit entfernt sind, sofern es so etwas überhaupt gibt. Haben wir eine Etappe erreicht, suchen wir immer wieder nach Erklärungen, die sich mit den bereits früher gefundenen Anhaltspunkten vereinbaren lassen. Viele Gesetzmäßigkeiten konnte man mit versuchsweise akzeptierten Theorien deuten, doch ist noch keine Lösung vorgebracht worden, die allen bekannten Tatschen Rechnung trägt. Sehr oft schon hat sich eine scheinbar vollendete Lehre dann später, bei näherem Zusehen, als unzulänglich erwiesen. Immer wieder werden neue Gesetze bekannt, die der Theorie zuwiderlaufen oder durch sie unerklärt bleiben. Je weiter wir in das große Buch eindringen, umso besser lernen wir seinen vollendeten Aufbau würdigen, obwohl eine restlose Aufklärung aller Geheimnisse sich uns in dem Maße, wie wir vorrücken, wieder zu entziehen scheint.“

Albert Einstein, Leopold Infeld: The evolution of Physics, New York 1938. Lizenzausgabe mit Genehmigung des Paul Zsolnay Verlages Wien; The Hebrew University of Jerusalem, Israel und die Erben nach Leopold Infeld. Für die deutsche Ausgabe Paul Zolnay Verlag Wien 1950; Diese Ausgabe 2014 Anaconda Verlag GmbH Köln. Umschlagseiten & S. 13, 14.

 

Einblicke in die Thematik vermitteln und die Diskussionsreihe leiten wird Ernst Knöß[1]. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Eingeladen sind alle Menschen guten Willens, die einen anregenden Sonntagmorgen genießen wollen.

Auskünfte zum Thema und zur Veranstaltung erteilt: Ernst Knöß, Schubertstraße 9, 64546 Mörfelden-Walldorf. Tel.: 06105-26578, E-mail: ernst.knoess@googlemail.com; Besuchen Sie auch unsere Webseite: www.naturfreunde-moerfelden-walldorf.de  


[1] Ernst Knöß (Diplomvolkswirt) geb. 1950 studierte Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Schwerpunkt Philosophie). Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Außerdem Studien in Kernchemie (TU-Darmstadt) und der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main.