Vorwort Oktober 2018

Liebe Genossinnen und Genossen,

nachdem unser Wanderprogramm bezüglich der Natura Trails (NT) bis dato erfolgreich verlief, haben wir entschieden im Jahr 2019 wieder vier Führungen auf unserem eigenen NT zu veranstalten und weitere zwei NT in Hessen zu besuchen. Die Termine für die Ausflüge ins Hessenland stehen noch nicht fest, werden aber voraussichtlich im Januarheft bekannt gegeben. Zur Wanderung in Mörfelden-Walldorf im Jahr 2019 sind vorgesehen Freitag, 14:00 Uhr der 08. März und der 25. Oktober, sowie Sonntag, 15:00 Uhr der 12. Mai und der 11. August. Ein Höhepunkt war gewiss die Begehung am 6. September, dem Hessischen Tag der Nachhaltigkeit auf dem Gebiet des FFH (Fauna-Flora, Habitat), die wir gemeinsam mit dem BUND durchführten. Am Start waren ca. 20 Personen, darunter mehrere Vertreter von im Hessischen Landtag vertretenen Parteien. Der letzte Termin in diesem Jahr (2018) findet am Freitag, den 19. Oktober statt. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Bahnhof Mörfelden, Westseite, Buswendehammer.

In der Philosophisch Literarischen Frühstücksrunde hatten wir dieses Jahr, bei bereits 11 durchgeführten Veranstaltungen im Seminarraum unseres Hauses, mit durchschnittlich etwas über 16 Besucherinnen und Besucher. Das Thema Einstein werden wir dieses Jahr abschließen und ein neues Thema beginnen. Für das Jahr 2019 wurden folgende Termine festgelegt.: 13. 01., 03. 02., 24. 02, 17. 03., 07. 04., 28. 04., 19. 05., 16. 06., 07. 07., 18. 08., 08. 09., 29. 09., 20. 10., 10. 11., 01. 12. Beginn jeweils 10 Uhr sonntags vormittags im Seminarraum des Naturfreundehauses Mörfelden-Walldorf. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Eintritt ist frei.

In allgemein verständlicher Art und Weise werden anspruchsvolle Themen aus den Bereichen Literatur/Wissenschaft/Philosophie behandelt. Thema 2019: Evolution und „Der Zauber der Wirklichkeit“. Literaturhinweise: Richard Dawkins – Geschichten vom Ursprung des Lebens; Der Zauber der Wirklichkeit. Verena Kast - Mythos, Traum, Realität. Peter Wohlleben – Das geheime Leben der Bäume. Stefano Mancuso, Alessandra Viola – Die Intelligenz der Pflanzen. Anne Ancelin Schützenberger – Oh, meine Ahnen. Daniel Kahnemann – Schnelles Denken, langsames Denken. Die letzten Termine in diesem Jahr (2018) sind: 14. 10., 04. 11., 25. 11.

Eine abschließende Bemerkung zu einem ganz anderen Thema möchte ich mir doch noch gestatten: Seit Monaten werden wir in unseren Nachrichtensendungen unterrichtet in Russland herrsche Unmut, da das Renteneintrittsalter in Russland, auf Beschluss der dortigen Regierung im Juni des Jahres, schrittweise hochgesetzt werden soll. Ab 2019 für Männer bis 2028 von 60 auf 65 Jahre und für Frauen bis 2034 von 55 auf 63 Jahre. Die Berichterstattung ist penibel und tendenziös. Sie trägt den Odem von Einmischung in die Inneren Angelegenheiten eines Landes, das die deutsche Wehrmacht, vor noch nicht einmal 80 Jahren, völlig verwüstet zurückgelassen hat. Der Schwabe würde sagen: Es hat ein Geschmäckle…

Heute gibt es bei uns keinen Unterschied mehr für Frauen und Männer, das Renteneintrittsalter betreffend. Alle Versicherten, die ab dem Jahre 1964 geboren sind, erreichen das gesetzliche Renteneintrittsalter erst mit Vollendung des 67. Lebensjahres. Die Umsetzung ist bereits voll im Gange. Für die Jahrgänge zwischen 1952 und 1964 erfolgt die schrittweise Anhebung vom 65. auf das 67. Lebensjahr. Eine weitere Erhöhung bis zum 70. Lebensjahr ist von unserer „christlichen, sozialen, demokratischen“ Regierung bereits fest eingeplant. Über Unmut und Proteste in unserem eigenen Land berichtet bis dato kaum jemand…

Ich selbst gehöre übrigens nicht zu den Menschen die kategorisch ein höheres Renteneintrittsalter ablehnen. Wer sich gesundheitlich dazu in der Lage sieht und wem sein Berufs- oder Erwerbsleben Freude bereitet der soll ruhig länger arbeiten, warum auch nicht? Wenn ich mir dagegen einige Berufszweige in Erinnerung rufe, sowie gesundheitlich betrachtet psychisch und körperlich angeschlagene Menschen sehe, denen es, kurz vor Ende eines entbehrungsreichen Arbeitslebens, gar nicht gut geht, dann halte ich die bei uns geplante pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 oder gar 70 Jahre, für diese Personen jedenfalls, als offenbar entwürdigend, ungerecht und verantwortungslos.

Berg frei

Ernst Knöß